Zwei Jahre du & ich: Ein kleiner großer Hochzeitsrückblick

8. April 2019linda

Wahnsinn, ging das jetzt schnell. Heute feiern mein Mann und ich unseren zweiten Hochzeitstag und ich nutze die Gelegenheit, um die Fotos noch einmal rauszukramen und herrlich in Erinnerungen zu schwelgen. Und da es hier um die kleinen, aber sehr gerne auch um die großen Augenblicke gehen soll, die das Leben schöner machen, nehme ich euch einfach mit!

Ein gemütlicher Start in den Hochzeitstag

Der 8. April 2017 startete für uns völlig hochzeits-untypisch mit einem gemeinsamen Frühstück bei meinen Eltern. Wir haben uns ganz bewusst dagegen entschieden, die Nacht vor der Trauung getrennt zu verbringen. Ich kann extrem schlecht einschlafen wenn mein Mann nicht da ist und er kann kaum durchschlafen, wenn ich weg bin. Wär ja schön blöd, wenn wir dann an unserem Hochzeitstag völlig übermüdet und gerädert sind! Und bisher hat sich auch der Glaube, dass es Unglück bringt sich vorher zu sehen, nicht bewahrheitet ; – )

Meine Mutter hatte den Frühstückstisch schon gedeckt und entgegen aller Erwartungen hat es mir auch wirklich gut geschmeckt. Wir haben viel gelacht und bei richtig guter Stimmung zusammen gesessen. Da unsere Trauung erst um 14 Uhr stattfinden sollte, waren wir recht entspannt. Einzig das Wetter hat uns Sorgen gemacht: Typisch April war es bewölkt und windig, obwohl der Wetterbericht Sonnenschein vorhergesagt hatte. Unsere Trauung war für draußen geplant und das Team der Location hatte bereits alles draußen aufgebaut. Witziger Weise hat mich das aber weniger in Panik versetzt, als ich gedacht habe. Ändern konnten wir ja eh nichts am Wetter und im Zweifel hatten wir eine Schlechtwetter-Alternative.

Das nächste mal sehen wir uns als Braut und Bräutigam

Nach dem Frühstück haben wir uns dann aufgeteilt. Ich bin mit meiner Mama, einigen Kuchen und dem Kleid Richtung Location aufgebrochen. Mein Mann ist nochmal nach Hause gefahren um sich in Ruhe fertig zu machen und ist später nachgekommen.

Ich hatte das große Glück, mich direkt in der Location in einer wunderschönen Hochzeits-Suite fertig machen zu können. Rückblickend wirkt das alles furchbar entspannt, aber ich erinnere mich noch sehr gut daran wie hibbelig ich mit dem Eintreffen in der Location auf einmal wurde! Das schönste am Getting Ready war eigentlich, dass mein Zimmer direkt unter dem Dach mit Blick in den Innenhof lag: Ich konnte immer wieder ganz heimlich durchs Fenster einen Blick auf meinen Mann, der die eintreffenden Gäste begrüßte, werfen.

Da hilft nur noch Schokolade

Eine knappe Stunde vor der Trauung schlug meine positiv-hibbelige Stimmung auf einmal in die totale Nervosität um: Mir war schlecht, ich habe gezittert und hätte am liebsten geweint. Zum Glück kam in dem Moment meine Schwägerin und Trauzeugin meines Mannes auf der Suche nach einer Aufgabe in meinem Zimmer vorbei. Sie ist dann direkt losgeeilt und hat mir ein Stück Schokoladenkuchen besorgt. Falls du das liest: Tausend Dank dafür!

Wie ich hinterher erfahren habe, wurde der Kuchen an meinem Mann vorbei getragen, der ihn ganz neidisch betrachtet hat. Hätte er gewusst, dass er für mich ist, hätte er bestimmt einen Bissen geklaut!

Achtung: Klischee!

Eigentlich könnte es klischeehafter nicht sein, aber pünktlich zu unserer Trauung riss die Wolkendecke auf. Am Ende konnten wir uns über eine Trauung bei 25 Grad, strahlendem Sonnenschein und mit Blick auf Pferdewiesen freuen. Ich hätte es mir nicht schöner wünschen können!

Besonders gefallen hat mir, dass wir zwar standesamtlich getraut wurden, aber auch einige eigene Programmpunkte, wie zum Beispiel einen Hochzeitsbaum, einbauen konnten. Die Standesbeamtin hat unsere Trauung wirklich sehr individuell gestaltet und ich hatte in keiner Sekunde das Gefühl, dass es sich um einen bürokratischen Akt handelt.

Picknick a la Alice im Wunderland

Wir haben uns von vorne herein dafür entschieden, direkt nach der Trauung einen Kuchen-/Sektempfang zu planen. Ich wollte unseren Gästen lange Wartezeiten ersparen und nach einem leckeren Stück Kuchen kann die Stimmung ja nur super werden. Das Kuchenbuffet inklusive Hochzeitstorte hat meine Mutter übrigens komplett selbst gebacken! Insgesamt hat das glaube ich drei Tage gedauert und ich kann gar nicht in Worte fassen, wie dankbar ich ihr dafür bin. Unsere Gäste haben Ihr übrigens das größte Kompliment gemacht und den Kuchen fast komplett aufgegessen : )

Mir war es wichtig, dass unsere Gäste einen entspannten Nachmittag verbringen. Wir hatten die Möglichkeit, die Kuchen-Tische auf der Terrasse und einer angrenzenden Wiese zu verteilen, so dass sich immer neue Grüppchen zusammen fanden und es immer etwas zu erzählen gab. Es hat sich ein bisschen angefühlt wie eine Alice im Wunderland-Teeparty. Genau richtig also für uns alte Disney-Fans!

Alles, nur kein klassiches Hochzeitsessen

Ich bin sehr wählerisch was Essen angeht und mit den meisten Gerichten, die von vielen heiß geliebt werden, kann ich nichts anfangen. Für uns stand also schnell fest, dass wir kein klassisches Drei-Gänge-Menü möchten. Umso besser, dass wir ein waschechtes Barbecue auf die Beine stellen konnten. Bei schönem Wetter wurde am Abend draußen der Grill angezündet und es gab alles, was das Herz begehrt.

Mein Highlight war der Raum, in dem wir dann gegessen und gefeiert haben. Wie ihr wisst gehört der Reitsport zu meinem Leben wie die Luft zum Atmen. Was passt da also besser, als ein alter, renovierter Pferdestall als Location?

Ich gerate ins Schwärmen: Zeit, nur noch die Bilder sprechen zu lassen:

Das würde ich immer wieder machen

  • Mir nicht reinreden lassen! Nur weil es “so gemacht wird” heißt das nicht, dass es auch für mich das richtige ist. Mein Mann und ich haben unsere Feier so gestaltet, wie wir sie haben wollten und es war perfekt bis in die letzte Sekunde.
  • Eine Fotobox aufstellen: Wir haben so herrliche Fotos und alle waren beschäftigt.
  • Trauung, Feier und anschließende Übernachtung an einem Ort: Wir mussten nicht von A nach B fahren, die Stimmung war dadurch herrlich entspannt und positiv.
  • Geld für die richtigen Dinge ausgeben: Ich bin sonst ein Sparfuchs, aber auf der Hochzeit haben wir uns Träume erfüllt. Das war das Geld wert!

Das würde ich nicht mehr machen

  • Mich selbst unter Druck setzen. Wir sind schließlich nicht bei 4 Hochzeiten und eine Traumreise.
  • Die Verantwortung für alles übernehmen: Zwei Freundinnen haben sich am Abend leider gestritten und ich habe viel zu lange versucht, zu schlichten.
  • Zu viel trinken: Ich habe leider gegen Ende doch den einen oder anderen Ouzo zu viel getrunken. Im nachhinein hätte ich die Zeit lieber mehr genossen.

Abschließend bleibt mir noch noch eins zu sagen: Es war ein wunderbarer Tag, gefolgt von zwei wunderbaren Jahren.

Liebste Grüße


Unsere Dienstleister, die ich gerne weiter empfehle | Werbung ohne Auftrag

Alexandra Evang Photography | www.alexandraevang.de
Gut Hohenholz | www.guthohenholz.de
Brautblüte | www.brautbluete.de

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Vorheriger Post

Fünf Fragen am Fünften im April: Von Zombies und guten Freunden

5. April 2019

Nächster Post

Blogliebe: 15 Fragen rund ums Bloggen - This is how I work

10. April 2019