Fünf Fragen am Fünften im März: Von klaren Ansagen und lautem Gebrüll

5. März 2019linda

Holy Sh*t, wie ist das denn bitte passiert? Da bummel ich noch ganz gemütlich in meiner Post-Feiertags-das-Jahr-ist-noch-so-lang-Stimmung durch die Gegend und habe das Gefühl, dass ich noch eeeewig Zeit habe, um die für 2019 gesetzten Ziele zu erreichen, da ist schon wieder März. Wahnsinn, echt. Und März heißt nicht nur, dass schon zwei von zwölf Monaten rum sind, sondern auch, dass jetzt endlich alle Zeichen auf Frühling stehen! Gut, der Februar hat es gut mit uns gemeint und gerade hier am schönen Niederrhein hatten wir schon wirklich sonnige Tage. Die Pflanzen in unserem Garten sind schon seit Mitte Februar im Wachstums-Rausch und schieben schon die ersten neuen Triebe nach. Ach herrlich, so lässt es sich leben.

So, aber zurück zum Thema. Ein neuer Monat heißt schließlich auch eine neue Ausgabe der #fünffragenamfünften. Und dieses mal kommt Nic mir mit den Fragen wirklich entgegen, denn ich habe jede einzelne wirklich gerne beantwortet.

1. Sagst du immer, was du denkst?

Ein dickes, ganz klares und vor allem lautes JA! Ich sage wirklich immer, was ich denke. Das hat ganz viele Vorteile, wissen die Leute doch immer, woran sie bei mir sind und können mich und mein Verhalten sehr gut verstehen. Aber es hat auch Nachteile, immer gleich ungefiltert herauszuposaunen, was mir gerade durch den Kopf geht. Nicht selten sind Menschen in meinem Umfeld davon irritiert oder gar verärgert. In unserer Gesellschaft ist es leider inzwischen die Regel, dass schwierigere Themen vermieden werden und jeder darauf bedacht ist, bloß nicht anzuecken. Bei mir führt das dazu, dass ich zwar immer noch meine Meinung äußere, in den letzten Jahren aber gelernt habe, sie “massentauglich” zu verpacken. Auch wenn ich es eigentlich für besser halte, an meinen ungefilterten Aussagen festzuhalten, ist es mir im Laufe der Zeit einfach zu anstrengend geworden, jedes mal über meine Meinung zu diskutieren.

Anders herum betrachtet habe ich es aber auch deutlich lieber, wenn Menschen mir ins Gesicht sagen, was sie denken. Es gab einmal die Situation, in der ich mich über Jahre gut mit einer Frau verstanden habe. Wir waren nicht die engsten Freunde, sind uns aber regelmäßig im Stall begegnet, haben uns unterhalten und uns – zumindest meiner Meinung nach – gut verstanden. Ich habe dann irgendwann einmal berechtigte Kritik an ihr geübt, woraufhin sie losmarschiert ist und sich über mein grundsätzliches Wesen beschwert hat. Ich bin damals aus allen Wolken gefallen, weil ich gedacht habe, wir würden uns eigentlich gut verstehen. Nein danke, das muss ich nicht nochmal haben. Dann doch lieber direkt ins Gesicht! dann weiß jeder, woran er ist, und verschwendet keine Energie an Menschen, die einen eigentlich sowieso nicht mögen.

2.Wirst du immer dort wohnen bleiben, wo du nun wohnst?

Ich wohne schon immer in Mönchengladbach. Und mit schön immer meine ich wirklich seit meiner Geburt. Lediglich der Stadtteil hat sich immer mal geändert, aber selbst hier war ich schon immer wählerisch und habe mich in einem Radius von vielleicht 5 Kilometern bewegt.

Mein Mann wurde unglücklicherweise in Düsseldorf geboren und ist dort auch aufgewachsen. Klar stand da die Frage im Raum, ob es nicht schöner / besser / sinnvoller / moderner / jünger ist, in der Großstadt zu leben, zumal unsere Arbeitsstätten zu diesem Zeitpunkt aus Düsseldorf heraus deutlich besser zu erreichen sind. Da ich jedoch ein sehr familienverbundener Mensch bin und auch das Pferd, das inzwischen seit rund zehn Jahren zu meinem Leben gehört hier in der Nähe steht, stand das für mich nicht zur Debatte. Zum Glück hatte mein Mann dafür schon immer viel Verständnis und ist dann zu mir nach MG gezogen.

Als dann die Entscheidung anstand, ein Eigenheim zu kaufen, haben wir uns sehr schnell für eine ländlichere Lage am Stadtrand von Mönchengladbach entschieden. Und inzwischen freut mein Innenstadt-Mann sich, wenn er morgens aus dem Haus kommt, die firsche Tau-Luft einatmet und sich fühlt wie im Urlaub. Hey, zuhause wie Urlaub fühlen, ist doch super!

3. Wie klingt dein Lachen?

Ich finde ehrlich gesagt mein Lachen klingt absolut dämlich. Viel zu laut, viel zu unmelodisch und meistens mit Schnappatmung verbunden. Wenn ich in Büchern von einem glockenhellen Lachen lese, bin ich schon immer ein bisschen neidisch. Aber gut, kann man nichts dran ändern, und wirklich bewusst höre ich mein Lachen ja auch nicht. Ich lache trotzdem gerne und viel – und nicht selten auch über Flachwitze oder eigentlich total unlustige Situationen.

4. Was war deine weiteste Reise?

Ich glaube von den Kilometern her war meine weiteste Reise die im vergangenen Jahr nach Sankt Petersburg in Russland. Auch vom Erlebnisgehalt her war die Reise mit Sicherheit die aufregendste und persönlich gereift bin ich hier auch.

Aber emotional war mit Sicherheit unser Sommerurlaub aus dem letzten Jahr die weiteste Reise. Zwar waren wir “nur” 4 Flugstunden entfernt auf den Kanarischen Inseln, aber ich habe mich gedanklich so weit rausgezogen wie noch nie. Wir haben vor Ort nur das unternommen, worauf wir in dem Moment Lust hatten. Wir haben kein bisschen vorausgeplant und einfach im Moment gelebt. Das war unglaublich gut für den Körper und meine zu dem Zeitpunkt doch sehr angespannten Nerven,

5. Was kannst du stundenlang tun, ohne dass dir langweilig wird? 

Definitiv Lesen! Ich kann völlig in einem Buch versinken und merke dann überhaupt nicht, wie die Zeit vergeht. Gerade im Sommer gibt es für mich nichts schöneres als im Garten zu liegen und das ganze Wochenende mit einem Buch zu verbringen. Das ist eigentlich völlig untypisch für mich – normaler Weise kriege ich schon nach kürzester Zeit die Kriese und habe das Bedürfnis, irgendwo hin zu fahren oder irgendwas zu erledigen. Das lässt sich nur beim Lesen abstellen. Irgendwie passend, dass sich der Blog immer häufiger mit Büchern beschäftigt. Eigentlich verrückt, dass mir das nicht vorher als Themenschwerpunkt klar geworden ist.

So, und mit diesem schönen Thema entlasse ich euch alle in den hoffentlich frühlingswarmen März. Ich freue mich schon auf die erste Leserunde im Freien, die dann hoffentlich auf neuen Gartenmöbeln statt findet. Die stehen nämlich diesen Monat ganz oben auf meinem Einkaufszettel!

Liebste Grüße

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