Fünf Fragen am Fünften im Dezember – über Spießer, Tradition und liebe Worte

5. Dezember 2018linda

Da ist sie, meine zweite und ursprünglich auch die letzte Ausgabe der #fünffragenamfünften. Zu meiner großen Freude hat Nic allerdings frisch verkündet, dass es auch 2019 mit den Fragen weiter geht – so komme ich doch noch an meine Ausgaben für ein ganzes Jahr! Ich freue mich schon riesig und habe direkt Reminder in meinen Kalender gesetzt, um auch ja keine Ausgabe zu verpassen.

Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass Nic diese Fragen nur für mich ausgewählt hat: Wirklich, die passen wie die Faust auf’s Auge!

1. Was ist das Spießigste, das du besitzt?

Ich bin ja wirklich ein kleiner Teilzeit-Spießer mit meinem Vorgarten, meiner Doppelhaushälfte, dem Kätzchen und dem Job bei der Bank. Da sollte es mir doch eigentlich leicht fallen, diesen einen extrem spießigen Gegenstand auszusuchen, oder? Viele Dinge, die mir dabei aber spontan in den Kopf kommen, sind gar nicht mehr so spießig und erleben in den letzten Wochen ihr Revival: Teekannen, Zuckerdosen oder Stehrümchen haben gerade ihre Sternstunde. 

Irgendwo im Keller habe ich eine Servierplatte vergraben, die meine Oma mir aufgeschwatzt hat, als ich in meine erste eigene Wohnung gezogen bin. Klar, für Oma macht das Sinn, wie soll schließlich sonst der Sonntagsbraten auf den Tisch transportiert werden? Dass ich nie im Leben einen Braten machen werde, kann Oma ja schließlich nicht ahnen.

Mein totales Spießer-Accessoire ist aber wahrscheinlich mein Sparbuch: 20 Jahre alt, kaum Zinsen, aber ich bunker mein Geld wirklich drauf. Ich weiß nicht mal, wie viel drauf ist oder wo genau das abgeblieben ist, aber ich besitze es!

2. Worin bist du so richtig schlecht und das ist vollkommen okay?

So wirklich schlecht bin ich leider in einigem. Das liegt soweit ich weiß meistens nicht an einem totalen Unvermögen meinerseits, sondern in der mangelnden Begeisterung für eine Sache. Kochen zum Beispiel. Ich bin ein großartiger Esser, aber für’s Kochen kann ich mich einfach nicht begeistern. Dementsprechend schlecht bin ich natürlich, ist ja klar ohne Übung. Mein Mann fragt mich immer mal wieder, ob ich meine, dass noch ein Gewürz fehlt oder bietet mir das Salz zum Nachsalzen an. Öhm, nö. Mir schmeckt es meistens so, wie es auf den Teller kommt, und was man mit Gewürzen noch verändern könnte, erschließt sich mir sowieso nicht. Das ist aber völlig ok so, schließlich kocht mein Mann bei uns Zuhause. Und wenn er mal nicht da ist – Spaghetti Carbonara oder Tiefkühlpizza kriege ich hin!

3. Füllst du gern Tests aus?

Ich bin jetzt nicht der Typ, der bei jedem Psycho-Test hurra schreit, aber wenn mir bei Facebook die Frage “In welches Hogwarts-Haus gehörst du?” entgegen blinkt brauche ich keine halbe Sekunde um drauf zu klicken. Und leider bin ich die Königin darin, anhand der Antworten schon den Ausgang des Tests vorher zu ahnen und ihn dann natürlich auch nach meinen Wünschen zu beeinflussen. Schande über mich!

4. Welche Worte möchtest du irgendwann noch von jemandem hören?

Als großer Fan von kitschigen Filmen und Büchern könnte ich hier eine ganze Liste an Liebeserklärungen oder sentimentalen Reden runter schreiben, die ich gerne hören würde. Das wäre aber aus zwei Gründen blöd: Erstens würde das meinen Mann, der hier auch ab und an mitließt, furchtbar unter Druck setzen oder ihn sogar verletzten. Zweitens wären das dann nur kopierte Worte, die für mich nicht das bedeuten würden, was ich jetzt vielleicht erwarte.

Mir wurde erst kürzlich ein chronisches Helfer-Syndrom unterstellt – an diesem Tag leider zu Recht. Da ist mir selbst aufgefallen wie oft ich meine Hilfe angeboten habe. Aber diese Situation spiegelt meine Persönlichkeit auf eine sehr deutliche Art wieder. Aus diesem Grund wäre der schönste Satz, den jemand zu mir sagen könnte “Du hast mein Leben verändert”.

5. Was ist für dich an Weihnachten wichtig?

Achtung, schon wieder Spießer-Alarm! Für mich sind die Traditionen an Weihnachten das wichtigste. Und damit meine ich genau unsere Traditionen. Ich verbringe den 24.12. immer mit meinen Eltern, daran gibt es nichts zu rütteln. In diesem Jahr ist mein Mann erstmals dabei, mit der Änderung komme ich klar und freue mich sogar darauf. Es wurde aber auch schon mehrfach vorgeschlagen, die Feiern vom 1. oder 2. Weihnachtstag auf den 24. vorzuverlegen, das ist aber wirklich nicht meins. An diesen Abend gehört ein leckeres, von meiner Mutter mit meiner eher schlechten Hilfe zubereitetes Essen (ich bin sogar beim Gericht pingelig und lasse nur ungerne mit mir über Variationen reden), die Bescherung unterm Weihnachtsbaum für Mensch und Katze, und danach ein gemütliches zusammen sitzen.

Die beiden Weihnachtsfeiertage werden dann unter den verschiedenen Familienzweigen aufgeteilt. Bei der Familie meines Mannes gibt es traditionell Sauerbraten. Bei der Familie meines Vaters wird jedes Jahr grüne Wiese, das einzige mir bekannte Kartenspiel, dass in so großer Runde machbar ist, gespielt. 

Und das schönste ist, dass es bei uns meistens am 27.12. noch weiter geht, da feiern wir nämlich – wenn wir nicht arbeiten müssen – einen Familiengeburtstag.


Ach wie schön. Eigentlich wollte die Weihnachtsstimmung trotz langsam umgesetzter Weihnachtsdeko nicht so richtig aufkommen, aber ein Hineinträumen in die Traditionen hilft doch immer. Ich schmeiß jetzt die Weihnachtsplaylist an und tüftel noch ein bisschen an der Deko.

Und ihr?

Liebste Grüße

Comments (4)

  • verfuchstundzugenäht

    5. Dezember 2018 at 12:20

    Mein Mann ist zu Weihnachten dabei… mit de Änderung komm ich klar!
    Heeeeeerrliche! Danke, zum Schuss der Brüller 🙂

    1. linda

      2. Januar 2019 at 13:41

      Hihi – ja, die Änderung war ok und auch sehr schön 😉

  • Nic {luzia pimpinella}

    6. Dezember 2018 at 19:08

    Haha…. liebe Grüße von Teilzeit-Spießer zu Teilzeit-Spießer!

    Und schön, dass du dabei bist.
    Nic

    1. linda

      2. Januar 2019 at 13:41

      Awww schön, nicht alleine zu sein 😉
      Liebste Grüße

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