Fünf Fragen am Fünften im April: Von Zombies und guten Freunden

5. April 2019linda

Hallo Frühling, wie schön, dass du jetzt endlich so richtig da bist! Der April ist einer meiner liebsten Monate – mein Mann hat Geburtstag, meine Mama hat Geburtstag, zu Ostern trifft sich die ganze Familie und wir feiern unseren Hochzeitstag. Meistens wird das Wetter auch erstmals richtig gut – klar, dass ich da gute Laune bekomme. Und die Fünf Fragen am Fünften sorgen diesmal für das passende Entertainment.

1. Machst du oft mehrere Dinge gleichzeitig?

Ich versuche es immer mal wieder. Manchmal klappt das ganz gut – zum Beispiel Musik hören und parallel arbeiten – meistens aber eher weniger. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich durch Multitasking keine Zeit einspare, sondern im Gegenteil Zeit verschwende. In der Regel muss ich dann nämlich beide Dinge noch einmal machen und habe letzten Endes drei mal so viel Zeit in etwas investiert.

In letzter Zeit versuche ich auch vermehrt darauf zu achten, im Moment zu leben und mich voll und ganz auf das zu konzentrieren, was ich in dem Moment mache. Das ist so ziemlich das genaue Gegenteil von Multitasking. Vor allem wenn ich beim Pferd bin oder mit meinem Mann draußen unterwegs bin fällt es mir leicht, alles andere auszublenden. Das tut wirklich gut! Vielleicht ist die Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig zu machen, gar nicht so erstrebenswert, wie es uns immer vermittelt wird. Im Gegenteil finde ich es viel schwieriger, mich wirklich zu fokussieren, ohne mich von meinen ToDos und den Verlockungen der Prokrastination ablenken zu lassen.

2. Mit wem hast du deine erste Freundschaft geschlossen? Hast du zu diesem Menschen heute noch Kontakt?

Meine erste richtig enge Freundin, an die ich mich erinnern kann, habe ich mit etwa drei Jahren im Kindergarten kennen gelernt. Wir sind beide in die Katzengruppe gegangen, hatten beide blonde Locken und waren zu dem Zeitpunkt Einzelkinder. Ich weiß nicht, was genau der Auslöser war, aber wir waren über einen sehr langen Zeitraum wirklich die allerbesten Freundinnen auf der Welt. Niemand hat mich so gut verstanden wie sie und niemand konnte sich meine Spiele so toll vorstellen wie sie.

In der Grundschule hat sich das ganze dann leider auseinander entwickelt. Ich glaube, dadurch dass meine Eltern beide berufstätig waren und die Oma meiner Freundin immer auf mich aufgepasst hat, ist es ihr irgendwann zu viel geworden. Ich glaube, sie hat sich durch die viele Zeit die ich bei ihr verbracht habe eingeschränkt gefühlt und konnte sich nicht frei mit anderen Freundinnen treffen. Das hat leider dazu geführt, dass sie irgendwann nur noch genervt von mir war.

Auf dem Gymnasium habe ich dann eine neue sehr enge Freundin gefunden. Parallel wurde irgendwann auch der Kontakt zu meiner ersten besten Freundin wieder besser. Leider ist er irgendwann in der Pubertät dann aufgrund eines richtig heftigen Streits und dem Gefühl, von ihr verraten worden zu sein, völlig eingeschlafen. Ich kann mir auch nicht mehr vorstellen, mit ihr befreundet zu sein. Klar haben wir uns beide verändert, aber der Verrat sitzt immer noch sehr tief.

3. Bist du in der virtuellen Kommunikation anders als von Angesicht zu Angesicht?

Definitiv. Und ich sage das ganz ohne schlechtes Gewissen. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und reagiere sehr oft direkt aus dem Bauch heraus. Und damit lebe ich sehr gut und glücklich. Für mich ist das ein großer Bestandteil meiner Persönlichkeit.

In der virtuellen bzw. digitalen Kommunikation habe ich mehr Zeit, mich mit meiner Reaktion auseinander zu setzen. Ich bin deutlich reflektierter und habe einen kleinen “Filter”, der mich von zu extremen emotionalen Reaktionen abhält. Das finde ich auch sehr gut, vor allem, da in der schriftlichen Kommunikation gerne einmal Missverständnisse aufkommen. Würde ich so direkt reagieren wie von Angesicht zu Angesicht würde es deutlich häufiger zu Missverständnissen kommen und das möchte ich nicht.

4. Vermeidest du bestimmte Musik, weil sie dich traurig macht?

Das kommt ganz darauf an. Es gibt zwei verschiedene Kategorien von traurig-machender Musik: Es gibt die, die mich einfach nur emotional macht und zum heulen bringt, und es gibt die, mit der ich wirklich etwas schwieriges oder schlimmes verbinde. Erstere höre ich je nach Laune wirklich gerne und ich finde es schön, dass etwas so simples wie ein Lied mich so sehr bewegen kann.

Die zweite Kategorie vermeide ich ganz bewusst. Auf einer Beerdigung wurde einmal auf Wunsch des Verstorbenen “Don’t worry, be happy” gespielt. Das Lied kann ich beim besten Willen nicht mehr hören.

5. Wen würdest du als erstes beißen, wenn du ein Zombie wärst?

Hammer! Ich liebe diese Frage : D

Gleichzeitig ist es aber auch echt schwierig, sie zu beantworten. Da gibt es die Perspektive “Wen würde ich beißen, um Zeit mit dieser Person zu verbringen”. Das wäre natürlich mein Mann. Irgendwie schräg, sich über sowas Gedanken zu machen. Ich würde das natürlich nicht machen, wenn das Zombie-Dasein total schrecklich für die betreffende Person wäre.

Dann gibt es noch die Rache-Perspektive: Wenn das Zombie-Dasein die totale Hölle wäre, gibt es da die eine oder andere Person, die es mit Sicherheit verdient hätte. Ich nenne hier lieber keine Namen ;- )

Und das war es schon wieder mit den fünf Fragen. Ich wünsche euch einen wunderbaren, frühlichgshaften Monat, ganz tolle Ostern im Kreise eurer Lieben und ein paar schöne freie Tage.

Liebste Grüße

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