Frag nicht nach Sonnenschein von Sophie Kinsella

27. März 2019linda

Oh wow, im Moment läuft es wirklich. Ich hab in den ersten drei Monaten des Jahres eine ganze Reihe Bücher und Hörbücher verschlungen und komme im Moment wirklich gut hinterher, was die Rezensionen angeht. Leider waren bisher kaum Bücher von meiner Leseliste dabei – aber das Jahr ist ja noch lang! Und da die ersten Rezensionen bereits online sind, habe ich auch schon das erste Verbesserungspotenzial aufgedeckt und möchte das auch sofort umsetzen.

Deshalb starten wir die heutige Rezension von Sophie Kinsella’s Frag nicht nach Sonnenschein mit den neuen Quick-Facts:

Quick Facts zu Frag nicht nach Sonnenschein

  • 541 Seiten
  • Goldmann-Verlag
  • Taschenbuch
  • Veröffentlicht in 2017
  • ISBN: 978-3-442-48550-5

Der erste Eindruck

Sophie Kinsella ist und bleibt für mich die Autorin der Schnäppchenjägerin, einer Buchreihe, die mich so absolut gar nicht gefesselt hat. Deshalb war ich erst einmal skeptisch, als meine Mutter mir Frag nicht nach Sonnenschein unter die Nase gehalten und wärmstens empfohlen hat. Also gut, dann versuch ich’s halt.

Zu Beginn ist es mir etwas schwer gefallen, in die Geschichte reinzukommen. Und das, obwohl sie in der Londoner Werbebranche spielt und ich selbst aus dieser komme. Vielleicht ist es mir genau deshalb so schwer gefallen, die Werbebranche sieht von innen halt ganz anders aus als von außen. Als ich mich aber drauf eingelassen habe, hat mir der lockere Schreibstil sehr gut gefallen.

Die Autorin Sophie Kinsella

Sophie Kinsella, die eigentlich Madeleine Wickham heißt, ist ehemalige Wirtschaftsjournalistin und lebt mit ihrer Tochter und ihren vier Söhnen in London. Ganz ehrlich, jetzt schon einmal ein großes Kompliment: Wer es mit fünf Kindern regelmäßig schafft, Ruhe und Zeit zu finden, um kreativ zu arbeiten, hat meinen größten Respekt. Und was mich mindestens genau so begeistert ist die Kluft zwischen ihrer Ausbildung als Wirtschaftsjournalistin und den Themen ihrer Romane. Kinsella-Romane drehen sich ja doch eher um die seichen Themen des Lebens und nicht um das Big Business, mit dem man sich als Wirtschaftsjournalistin beschäftigt.

Worum geht’s in Frag nicht nach Sonnenschein?

Katie Brenner, auf der Flucht vor ihrem Landei-Dasein in Sommerset, hat einen der begehrten Jobs in einer Londoner Werbeagentur ergattert. Leider stellt sich recht schnell heraus, dass die Realität vom Leben in London nichts mit ihrer rosaroten, hippen und ultra-coolen Vorstellung zu tun hat. Da ihr Gehalt niedrig und die Preise in London hoch sind, bleibt ihr nur Instagram, um wenigstens so zu tun, als sei ihr Leben so perfekt wie sie es Freunden und Familie beschrieben hat. Und da Katie nicht vorhat, zuzugeben, dass nicht alles so rosig ist, lässt sie sich auch ohne zu murren von ihrer Chefin tyrannisieren. Der einzige Lichtblick ist Alex, der ebenfalls in ihrer Agentur arbeitet und in den Katie sich auf den ersten Blick verguckt.

Tja, und dann kommt es wie es kommen muss: Katie verliert ihren Job. Zum Glück fragt ihr Vater genau dann an, ob Katie ihm dabei helfen kann, die heimische Farm in ein angesagtes Glamping-Feriendomizil zu verwandeln. Mit Marketing-Geschick und einer Menge Kreativität gelingt dies sogar. Und zwar so gut, dass ihre herrische Chefin sich zu einem Besuch ankündigt – ohne Katie wiederzukennen. Kurze Zeit später taucht dann auch noch Alex auf.

Wie fand ich’s?

Ich bin jetzt 28 Jahre alt, Katie ist Anfang 20. Und obwohl es nur ein paar Jahre sind, die uns trennen, hatte ich die ganze Zeit das Bedürfnis, Katie wie eine Mama zu beschützen und sie davon abzuhalten, in die nächste Katastrophe zu rennen. Je weiter ich im Buch gekommen bin, umso mehr habe ich mich in diese unsichere Phase zu Beginn meines Arbeitslebens zurückversetzt gefühlt. Man will allen Beweisen, was man kann, traut sich aber nicht so richtig. Man zweifelt alle 20 Meter an sich, ändert ständig seine Meinung und wünscht sich nichts sehnlicher, als jemanden, der einem sagt was man tun soll. Dieses Gefühl beschreibt Sophie Kinsella wirklich herrlich!

Ansonsten hat mich das Buch aber leider nicht umgehauen. Die Handlung wirkte an vielen Stellen leider viel zu konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Viele Nebencharaketere wurden nur sehr oberflächlich angekratzt und waren mir viel zu klischeehaft. Außerdem hat es mich ganz furchtbar gestört, dass der Klappentext etwa zwei Drittel des Buchs verraten und dann auch noch falsch wiedergegeben hat.

Im Überblick

Schade, das war nix

Covergestaltung 3/5
Geschichte 2/5
Zweimal lesen eher nicht

Liebste Grüße

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