Eigentlich ist alles gut. Und dann schaust du “wo anders”

22. Februar 2019linda

Bei meinem üblichen “durch die Blogs dieser Welt lesen” bin ich bei Bine von was eigenes auf eine Aktion gestoßen, die mich wirklich sehr zum Nachdenken angeregt hat. In der Aktion BlogLiebe (hier gehts zur Erklärung) geht es darum, sich jeden Monat mit einem Thema rund ums Bloggen im allgemeinen oder den eigenen Blog im ganz speziellen zu beschäftigen. Ging es im Januar um das Thema “Anfang”, steht für den Februar das Thema “Vergleichen” auf dem Plan. Und ganz ehrlich: Das war ein ziemlich deutlicher Spiegel, den Bine mir in ihrem Artikel vor die Nase gehalten hat!

Sie beschreibt in ihrem Beitrag zum Thema ein Gefühl, das ich nur zu gut kenne. Und das sich immer wieder einschleicht, wenn ich durch Instagram, Facebook, Pinterest und Co. scrolle: Ach wie schön haben die es alle, warum sieht es bei mir nicht so auch. (Wahlweise auch zu ersetzen durch: “Warum machen wir das nicht? Warum sind wir nicht so? Warum sehe ich nicht so aus?”).

Und auch in der Blog-Welt kenne ich dieses Gefühl. Ich hab’s ja schon diverse Male erwähnt: Ich lese viele andere Blogs und sehe dadurch auch endlos viele Bilder und Designs. Und meistens verteufle ich dann immer das Design von jeder Augenblick. Es ist mir zu unausgereift, zu einfach, zu bunt, zu plump oder was auch immer. Wirklich zufrieden bin ich nie. Das gleiche Spiel kann ich auch mit dem Logo durchturnen. Ich empfinde alle anderen immer als innovativer, kreativer und individueller als mein kleines, selbstgebautes Logo.

Und dann kommt das große aber

Nämlich genau dann, wenn ich einen neuen Beitrag online stelle oder aus welchen Gründen auch immer meinen kleinen Blog hier öffne. Dann stellt sich nämlich heraus, dass zu bunt, zu plump und zu unausgereift nur in meinem Kopf existieren. Dass die Farben sehr schön zueinander und vor allem auch zu meiner Persönlichkeit passen. Dass jeder Augenblick ein bisschen anders aussieht und dadurch aber auch aus der Masse herausfällt. Und das ist der Moment, in dem dieser eine Gedanke kommt, der das ganze Vergleichen jeglicher Grundlage beraubt: Ihr habt es wunderbar schön, aber hier gefällt es mir ganz genauso gut. 

Und dann verfallen all die Änderungswünsche zu Staub und ich bin wieder richtig glücklich mit jeder Augenblick. Netter Weise geht das dann auch meistens mit einem ordentlichen Motivationsschub einher und ich setze mich wieder auf den Hintern. Dann fange ich an, neue Blogbeiträge vorzubereiten und mit Gedanken über meine Social Media Profile zu machen (so wie genau jetzt).

Was es da noch zu lernen gibt

Beim Blog gelingt es mir sehr gut, dem ganzen Vergleichen etwas positives abzugewinnen. Im privaten Bereich klappt das leider noch nicht so gut. Aber immerhin ist Einsicht der erste Schritt zur Besserung. Ich nehme den heutigen Artikel noch einmal zum Anlass, mich häufiger daran zu erinnern, dass es viel wichtiger ist, wie ich mich in einem Moment fühle, als wie er auf Instagram &Co aussieht. Und ganz ehrlich: Die wirklich schönen Momente schaffen es doch eh nie zu Instagram! Wer will den Moment denn schon mit einer Kamera zerstören?

Liebe Bine, ich danke dir ganz herzlich für’s “vor Augen führen” und für diese wunderbare Aktion, bei der ich ganz bestimmt noch bei weiteren Themen dabei sein werde. Vielleicht nicht bei jedem, aber bestimmt bei einigen!

Liebste Grüße

Comments (2)

  • Bine

    12. März 2019 at 11:08

    Liebe Linda, das hast Du ganz wundervoll formuliert- ich verstehe Dich wirklich gut und
    wünsche Dir, dass Du weiterhin Deinen Blog- und persönlichen Weg gehst, ohne dabei Dein
    Licht unter den Scheffel zu stellen!
    Danke, dass Du mitgemacht hast!!
    Liebe Grüße, Bine

    1. linda

      21. März 2019 at 7:56

      Liebe Bine,
      schön, dass du hier vorbei schaust und noch einmal ganz herzlichen Dank für diese tolle Idee! Den März werde ich wahrscheinlich aussetzen, aber ab April bin ich ganz bestimmt wieder mit dabei.
      Ich glaube es geht vielen von uns so, dass wir all diese schönen Blogs sehen und dann anfangen zu zweifeln. Umso dankbarer bin ich, dass ich bei der Rückkehr hier hin immer dieses “puh, alles gut”-Gefühl habe!
      Liebste Grüße
      Linda

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