Blogliebe: 15 Fragen rund ums Bloggen – This is how I work

10. April 2019linda

Also gut, ich habe letzten Monat groß angekündigt, dass ich in diesem Monat auf jeden Fall wieder bei der Blogliebe-Aktion von Bine mitmache. So, here we go, auch wenn ich Blog-technisch definitiv noch in die Kategorie Anfänger falle und daher noch in den Ursprungs-Abläufen bin. Optimiert und getestet ist hier noch gar nichts, Nachmachen also nur mit Vorsicht oder jeder Menge Mut!

BloggerInnen-Typ? 

Noch ganz am Anfang und daher noch völlig auf der Suche. Immer wieder hallt die Empfehlung “such dir deine Nische” in meinem Kopf herum. Beeinflusst dadurch bin ich mit dem Gedanken gestartet, über das zu bloggen, was ich kenne: Meine Heimatstadt und was hier so los ist. Dabei hat sich aber schnell gezeigt, dass ich das 1. selber nicht so spannend finde und dass es 2. auch bei weitem nicht genug zu sagen gibt. Mehr oder weniger zufällig bin ich dann bei den Büchern gelandet und da auch hängen geblieben. Mein Herz brennt für gemütliche Lese-Abende und fantasievolle Geschichten, in denen man sich einfach fallen lassen kann. Ich würde also sagen Buchbloggerin mit Hang zum Abschweifen in Ausbildung!

Gerätschaften digital? 

Oh je, dann zählen wir mal auf: Zuhause steht ein iMac, mit mir rum schleppe ich ein Oneplus 6, dann haben wir noch ein iPad Mini und ein normal großes iPad. Ich besitze außerdem eine Canon Digitalkamera (dazu hatte ich hier schon einmal was geschrieben), die bisher aber noch viel zu selten zum Einsatz kommt. Wenn ich keine Lust habe, mich an den Mac zu setzen (da muss ich immer oben im Büro sitzen, dabei spielt das Leben sich ansonsten auf der unteren Etage ab) tippe ich Artikel auch per Bluetooth-Tastatur direkt am iPad oder an meinem alten Medion-Notebook – bei dem Teil kriege ich aber regelmäßig Wutanfälle. Es feiert in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag, ihr könnt euch also vorstellen wie aktuell die Technik ist. Ab und an ist auch Alexa an meinem digitalen Alltag beteiligt, auch wenn sie nie (und damit meine ich wirklich nie) die Musik spielt, die ich gerne haben möchte. Wir haben definitiv ein Kommunikationsproblem.

Gerätschaften analog? 

Zettelwirtschaft! Ich besitze diverse Notizbücher, auf der Arbeit, im Wohnzimmer, in der Küche. Leider klappt es nicht, eins mit zu führen und konsequent nur eins zu befüllen. Daher reiße ich auch gerne mal Zettel aus dem einen heraus, lege sie dann ins andere, vergesse sie und und und. Gelegentlich hebe ich dann ein Notizbuch an, 200 Zettel fallen raus und ich füge mich in mein Schicksal: Dann wird aussortiert.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?

Hierüber habe ich mir echt noch nie Gedanken gemacht. Klar, ich habe Boards bei Pinterest, speichere mit Links bei Facebook und habe auch eine proppe-volle Favoriten-Liste in meinem Browser, aber ein richtiges System habe ich nicht. Hier sollte ich mich wohl bei den anderen Teilnehmern der Aktion inspirieren lassen.

Wo sammelst Du Deine Blogideen? 

Sobald eine Idee in meinem Kopf so weit gereift ist, dass ich mir einen konkreten Artikel vorstellen kann, lege ich im Backend des Blogs einen Artikel an. Das hat dann den Vorteil, dass ich sofort sehe, was ich noch so in petto habe, was geschrieben werden muss und was ich zeitlich schon einplanen kann. Außerdem lege ich in der Regel sowieso sofort los, wenn die Idee einmal gefasst ist und schreibe einen ganz groben ersten Entwurf für den Artikel. Ich nutze außerdem ein Kalender-Tool, in dem ich die Beiträge ganz einfach zeitlich einplanen und verschieben kann. Es ist so ein tolles Gefühl, zu sehen was für einen Monat geplant ist!

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?

Ganz ehrlich, Zeitsparen und Internet schließt sich doch irgendwie aus, oder? Online gibt es so viel interessantes zu entdecken, man hüpft fröhlich von Seite zu Seite und wundert sich am Ende, wo die Zeit geblieben ist. Ich hab keine Ahnung, wie man hier Zeit sparen soll. Auch beim Bloggen geht es doch in erster Linie darum, sich kreativ auszuleben – das lässt sich mit Shortcuts einfach nicht vereinbaren.

Benutzt du eine To-Do List-App?

Im Job Trello, privat und für’s Bloggen nicht. Das funktioniert einfach nicht. Privat organisiere ich mich am besten auf Papier. Ich muss meine Listen per Hand schreiben, dann hab ich alles besser im Kopf und es fühlt sich viel besser an, auf dem Papier etwas abzuhaken als es nur von einer digitalen ToDo-Liste zu löschen.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät ohne das du nicht leben kannst?

Meine spontane Antwort wäre wohl gewesen: “Eins? Mindestens 10!” Aber wenn ich die Frage noch zwei, drei Mal überdenke, reduziert die Liste sich ganz dramatisch. Klar, ist es mir wichtig, mich abends vor den Fernseher zu kuscheln und ein bisschen abzuschalten. Und klar genieße ich meinen Kaffee auf dem Weg zur Arbeit. Aber überlebenswichtig ist das für mich alles nicht. Da ich allerdings absolut nicht Kochen kann würde ich den Backofen, in dem man schon alles irgendwie gar kriegt, schon als lebensnotwendig für mich betrachten. Damit lege ich mich also fest: Nicht ohne meinen Backofen!

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere? 

Ich kann vieles ganz passabel, einiges gut, manches vielleicht auch besser als andere, aber ich würde nie soweit gehen, dass ich etwas grundsätzlich besser kann als alle anderen! Ich beschäftige mich lieber mit kuriosen Fähigkeiten, die vielleicht sonst keiner hat. Ich kann zum Beispiel mit den Ohren wackeln!

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

Das kommt ganz darauf an. Wenn ich wirklich schreibe, höre ich gerne Scores von verschiedenen Filmen. Dafür hab ich extra selbst eine Liste bei Spotify angelegt, die genau die Lieder aus Filmen beinhaltet, die mir beim konzentrieren helfen. Dabei ist zum Beispiel viel von Hans Zimmer oder aus verschiedenen Serien wie Game of Thrones oder Westworld. Bei Recherche-Arbeit, wenn ich selbst andere Blogs lese oder meine Social Media-Auftritte pflege bin ich bei der Musikauswahl deutlich flexibler. Da laufen dann die Ärzte, Unheilig, Nashville, Anberlin, Geroge Ezra, Fran Healey, der Soundtrack von Umbrella Academy, Queen…. ich könnte noch ewig so weiter machen. Generell lässt sich mein Musikgeschmack nicht mit einem Interpreten oder einem Genre beschreiben.

Eher introvertiert oder extrovertiert? 

Gefühlt? Introvertiert. Gesehen? Extrovertiert.

Andere nehmen mich als sehr laute, direkte Person wahr, die zu allem ihre Meinung sagt, sich schnell mal aufregt und wenig darauf gibt, was der Rest der Welt von ihr denkt. Innen sieht das leider ganz anders aus. Und leider sage ich nicht, weil es so ist, sondern weil ich diese Seite auch gerne andere Menschen sehen lassen würde. Leider klappt das bisher noch nicht.

Ich mache mir viele Gedanken, sterbe tausend Tode wenn ich etwas präsentieren soll und mache mir andauernd Sorgen, was der Rest der Welt so von mir denkt. Allerdings habe ich durch unschöne Mobbing-Erfahrungen die Angewohnheit entwickelt, das nur wenigen nach außen zu zeigen und überkompensiere das lieber durch besonders lautes Auftreten.

Beim Bloggen schwankt es ebenfalls. Manchmal habe ich das Bedürfnis, sehr persönliche Einblicke zu geben. Im nächsten Moment würde ich am liebsten unter einem Pseudonym schreiben und verhindern, dass jemals jemand den Blog zu mir zurück verfolgen kann. Ist das irgendwie logisch?

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall? 

Sehr zum Leidwesen meines Mannes Nachtigall. Ich bin spätestens um sieben wach, egal an welchem Wochentag. Ich brauche dann eine halbe Stunde Anlaufzeit, danach bin ich energiegeladen und voll dabei. Leider hält das nicht lange an uns spätestens um neun Uhr am Abend würde ich mich gerne wieder ins Bett verkrümeln.

Wer sollte diese Fragen noch beantworten? 

Konkret? Keine Ahnung. Ich kann aber berichten: Es hat echt Spaß gemacht! Die Fragen regen zum reflektieren an und können die Sicht auf den eigenen Blog-Alltag verändern. Probiert es aus 🙂

Der beste Rat den du je bekommen hast? 

Lass es los. Ganz schön philosophisch, aber wahrscheinlich der Rat, den man mir jeden Tag geben könnte und an den ich mich wirklich häufiger halten sollte. Ich halte tage- und wochenlang an Themen fest, ärgere mich ständig und bin auch gerne mal nachtragend. Oder ich grüble über ein Thema, dass mich beschäftigt, stundenlang nach ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Das hilft niemandem und sorgt nur für schlechte Stimmung. Manchmal muss man es einfach gut sein lassen.

Noch irgendwas wichtiges? 

Neee, ich hops jetzt rüber zur nächsten Hörbuch Rezension. Diesmal geht es in die Richtung Krimi und ich freu mich jetzt schon auf’s Schreiben!

Liebste Grüße

Comments (3)

  • Astridka

    10. April 2019 at 19:51

    Durch die gemeinsame Teilnahme an dieser Aktion habe ich deinen Blog kennen gelernt, das ist doch schon einmal der erste Gewinn. Der zweite, dass ich erfahre, wie jüngere. Bloggerinnen so vorgehen, ich bin ja wohl nicht so typisch, verfüge ich als Rentnerin natürlich über sehr viel mehr Zeit…
    Liebe Grüße an den. Niederrhein!
    Astrid

    1. linda

      12. April 2019 at 7:09

      Liebe Astrid,

      es freut mich wahnsinnig, dass du über die Aktion hier her gefunden hast. Ich werde gleich mal rüber hüpfen und mir deinen Blog ansehen 🙂

      Mehr Zeit würde mich auch sehr freuen, aber ich kann die Arbeit am Blog immer irgendwo “dazwischen schieben” und fühle mich im Anschluss so erholt wie nach einem kleinen Mittagsschläfchen. Und so soll es bei einem Hobby ja auch sein!

      Liebste Grüße
      Linda

  • Tobia | craftaliciousme

    1. Mai 2019 at 12:09

    Liebe Linda,
    das mit der Nische kann ich voll nachvollziehen. Ich wollte auch über DIY und Backen schreiben und gefühlt hab ich das schon ewig nicht mehr… Zuviel Gedanken im Kopf die raus wollen… Nur dein Name ist da besser gewählt.
    Das mit dem Intro und Extrovertiert finde ich auch eine spannende Sache und finde mich darin auch wieder. So schön immer wieder neue Leute hier über den Weg zu laufen.
    Hab einen schönen Start in den Mai
    Tobia

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